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Heiztechnik
Die Verluste der Heizungsanlage
Jede Heizungsanlage produziert auch Wärme, die nicht dem Bedarf zugute kommt und somit als Verlust zu werten ist. Es handelt sich um den Abgasverlust des Kessels sowie die Auskühl- und Regelungsverluste.
Verluste des Kessels
Abgasverlust
Der Abgasverlust ist Wärme, die buchstäblich zum Schornstein hinausgeht. Sie steckt in den noch bis über 200 °C heißen Verbrennungsgasen am Ausgang des Kessels. Da der Abgasverlust sehr leicht zu ermitteln ist, gibt es gesetzlich festgelegte Maximalwerte, die vom Bezirksschornsteinfegermeister oder -meisterin im Rahmen der jährlichen Emissionsmessungen überwacht werden. So dürfen z.B. ab 1.1.1998 neu installierte Heizkessel bis 25 kW Leistung den Grenzwert von 11 Prozent nicht überschreiten. Für ältere Kessel gibt es Übergangsregelungen, die aber immer noch recht großzügig sind.

Die ab l. Januar 1998 zulässigen Abgasverluste sind neu definiert worden.
Die heutigen Niedertemperatur- und Brennwertkessel unterschreiten auch diese Werte deutlich.
*Gültig für Neukessel. Bei Altanlagen gelten Übergangsfristen.
• Er tritt nur während der Brennerlaufzeiten auf. Das hat zur Folge, dass er in seiner Messgröße direkt als Brennstoffverlust verstanden werden kann (siehe Beispiel).
• Der Verlust ist in Wahrheit größer, denn der im „trockenen" Abgas enthaltene Wasserdampf wird mit seiner Kondensationswärme bei der Messung nicht berücksichtigt. Tut man das, sind bei Öl noch 6 Prozentpunkte und bei Erdgas aufgrund des hohen Wasserstoffgehaltes noch 11 Prozentpunkte als so genannter latenter Abgasverlust hinzuzurechnen.
Gemessene 12 Prozent Abgasverlust eines Ölkessels sind somit in Wirklichkeit 12 + 6= 18 Prozent. Hier liegt natürlich ein großes Einsparpotential durch moderne Kesselkonstruktionen. Zu unterscheiden ist dabei zwischen Niedertemperatur- und Brennwertkesseln. Brennwertkessel erreichen durch weitgehende Abkühlung der Heizgase l bis 2 Prozent sensiblen Abgasverlust. Zusätzlich wird durch die dabei stattfindende Auskondensation des Wasserdampfes der latente Abgasverlust zumindest halbiert. Niedertemperaturkessel kondensieren den Wasserdampf nicht, sie haben aber nur noch etwa 7 Prozent sensiblen Abgasverlust.
Naturgemäß sind die konstruktiven Anforderungen eines Brennwertkessels höher als die eines Niedertemperaturkessels, was sich auch im Preis ausdrückt. Aus diesem Grund konnten sich bislang nur Gas-Brennwertkessel wegen des gegenüber Heizöl höheren Latentwärmegewinns auf dem Markt durchsetzen.
Zeitpunkt für die Einhaltung der Abgasverlust-Grenzwerte
Die Übergangsfristen für bestehende Anlagen sind abhängig von der Kesselleistung und dem Grad der Grenzwertüberschreitung.
Beispiel:
Abgasverlust nach Messprotokoll
12 Prozent
Jährlicher Brennstoffverbrauch
4500 Liter
Der Abgasverlust entspricht
4500 Liter • 0,12 = 540 Liter.


